Konzept:
Kunst und Technik werden oft als zwei Seiten einer Medaille verstanden. Die Ausstellungen des Museums für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts befassen sich mit dem bislang wenig beachteten Zusammenhang der beiden vermeintlichen Antipoden. Innerhalb der deutschen Museumslandschaft ist dieser Ansatz einzigartig. In Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Institutionen entstehen Wechselausstellungen zu verschiedensten Themenbereichen des facettenreichen Jahrhunderts.
Stimmen aus der Ferne und die Erfindung des Telefons; der Traum, Licht zu fangen, und die Entwicklung des Fotoapparates; der Park als irdisches Paradies oder als grüne Lunge – immer stehen mentalitätsgeschichtliche Überschneidungen von Kunst und Technik im Zentrum von Ausstellungen zu Themen, die bis heute für unsere Gesellschaft von Bedeutung sind. Jeder Ausstellung wird ein Symposium vorausgehen, bei welchem das Thema aus unterschiedlichen Fachbereichen erarbeitet und in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Als Veranstaltungspartner zeichnet der SWR2 die Vorträge auf und sendet später eine Auswahl im Hörfunkprogramm. Die Beiträge sind Basis des Ausstellungskatalogs, der durch die Exponate und deren Einbindung in den Themenkomplex ergänzt wird.
Besonders großen Wert legt das Museum auf die Zusammenarbeit mit den Schulen der Region in Form von Sonderaktionen und Themenführungen. Ein Begleitprogramm mit Fachvorträgen, Lesungen oder speziellen Vorführungen von ausgestellten, noch funktionstüchtigen Objekten runden die Ausstellungskonzeption ab. Eine Stereoskopie-Projektion erlaubt den Besuchern eine Zeitreise in historische Stadtansichten Baden-Badens. Die Technik des 19. Jahrhunderts wird mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts wieder belebt und erlebbar gemacht.